Wachsende Konkurrenz schwächt Umsatz weiter. Die Schweizer Spielbanken leisteten 356 Mio. Franken an AHV und Kantone.

Schweizer Casino Verband / ots

Foto: Herbert Käfer / pixelio.de

Die Schweizer Casinos kämpfen weiterhin gegen zunehmende Konkurrenz im In- und Ausland. 2013 betrug der Bruttospielertrag (Umsatz) von allen 21 Schweizer Spielbanken 746 Mio. Franken, das sind 1,5% weniger als im Vorjahr. Der Gesamt-Bruttospielertrag erhöhte sich nicht, obwohl die zwei neuen Casinos in Neuenburg und Zürich erstmals ein volles Jahr in Betrieb waren. Seit 2007 ist der Bruttospielertrag um 25% zurückgegangen. 2013 betrug die Spielbankenabgabe der Casinos an die AHV und die Kantone 356 Mio. Franken gegenüber CHF 539 Mio. im Jahr 2007.

In den letzten Jahren ist im grenznahen Ausland in Deutschland, Frankreich und Italien ein neues und grosses Glücksspielangebot entstanden. Innerhalb der Schweiz werden in wachsendem Umfang illegale Spielclubs betrieben. Und schliesslich ist das überall und frei zugängliche Internet mit Online-Spielen eine immer stärker werdenden Konkurrenz. Die hoch regulierten Schweizer Casinos verlieren Marktanteile an die Konkurrenz, die viel schwächer oder gar nicht reguliert ist. Die Gäste wandern ab in ungehindert zugängliche Angebote im Internet oder zu grenznahen ausländischen Anbietern.

Heute treffen wir eine Situation an, die an jene vor der Aufhebung des Spielbankenverbotes 1993 erinnert: Schweizerinnen und Schweizer spielen vermehrt im Ausland. In der Folge gehen die Casino-Umsätze und damit die Erträge für die AHV seit 2007 ständig zurück. Diese Entwicklung muss mit dem neuen Geldspielgesetz gestoppt werden. Der Gesetzgeber muss sich wieder auf die ursprünglichen Ziele konzentrieren: Die Schweizer sollen in den kontrollierten und überwachten Schweizer Casinos spielen, und nicht bei ausländischen, unkontrollierten Anbietern. Damit fliessen auch die entsprechenden Abgaben in die AHV.

09.04.2014 | 725 Aufrufe

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