Aus der Musikszene von Solothurn sind sie nicht mehr wegzudenken, die Musiker um Dülü Dubach, die seit Jahren in der Formation „Supersiech“ zusammenspielen. Und auch wenn Thomi Christ an Keyboard und Gitarre mit dem Vorstellen der neuen CD seine ersten Auftritte mit der Gruppe hatte, tönte es doch so, als musiziere man schon immer miteinander.

von Roman Baschung

CD-Taufe vom 27./28. Februar 2015 im Kreuz Solothurn (Bild: supersiech.com)

Zweimal hintereinander war der Saal im Solothurner Kult- und Kulturrestaurant „Kreuz“ bis auf den letzten Stehplatz gefüllt, als die vier Musiker kürzlich samt musikalischen Gästen auftraten. Dülü Dubach hat viele neue und wieder wunderbare Lieder geschrieben, in denen er den Alltag beschreibt, sich seine teils bissigen Gedanken macht und immer wieder einen Weg findet, mit dem Unbill des Lebens sich auszusöhnen. 

Doch auch seine Mitstreiter sind eine Klasse für sich. Michael Leuenberger überzeugte gewohnt am Kontrabass und wusste auch singend zu glänzen. Tobee Knuchel am Schlagzeug hielt den Laden facettenreich zusammen. Und Thomi Christ machte sich als der Neue klasse. Geigerin Vera Fluri und Saxophonist Lee Bohnenblust, bislang festes Mitglied der Band, verstärkten die Musiker ab und an und bereicherten so die klanglichen Möglichkeiten. Doch auch Michael und Thomi überraschten, wenn sie die Melodica kunstvoll bliesen.

„S´git nüt wo´s nid git“ lässt sich auch von den Musikern mit voller Überzeugung sagen. Und so ertönten nicht nur auf der neuen CD „s Schicksal hueschtet“, sondern eben auch live neben dem gerappten Song „Stefan Hug“ wunderbare (Liebes-)Lieder wie „Isabella“ und lebensnahe, kritische Weisen wie „suuri Zunge“ oder „jufle bim Schufle“. Und der grosse Spass, den die Zuhörenden hör- und sichtbar hatten, übertrug sich mit jedem Lied auch auf die Band, die sich immer weiter zu steigern wusste. Natürlich durfte auch ein Song von Tom Waits nicht fehlen, den Dülü wie immer mit voller Inbrunst sang. Und völlig losgelöst standen bei der Zugabe die Musiker zusammen und sangen fast a capella R. Dean Taylors „There is a Ghost in my House“ als liebliches Lullaby – zum Dahinschmelzen!

 

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