Bundesrätin Simonetta Sommaruga weiss in Sachen Asylantenschwemme nicht mehr ein und aus. Ihre Leute suchen fieberhaft nach neuen Unterkünften für die Asylsuchenden. Auch die Kantone suchen. Im Kanton Solothurn sogar mittels Zeitungsinserat. Doch was für Signale sendet die Schweiz mit all diesen Bemühungen aus? Ihr Kinderlein kommet, oh kommet zu Hauf? Die Frage ist berechtigt, denn seit der Ära "Blocher" weiss man, dass alleine die Art und Weise der Berichterstattung über das Asylwesen bei uns in der Schweiz, in den Herkunftsländern dafür sorgt, dass potenzielle Flüchtlinge und Schlepper in unser Land kommen oder einen Bogen darum machen. Jetzt spricht endlich ein Bundesrat Klartext.

von Roman Jäggi

Bundesrat Maurer spricht Klartext (Bild: soaktuell.ch)

«Ist es geschickt, einen Haufen Unterkünfte zur Verfügung zu stellen oder wird das wieder als Einladung angeschaut?», fragt Maurer in der Sendung «10vor10» des Schweizer Fernsehens. «Es ist wahrscheinlich kein schlechtes Signal, wenn man sieht, wie um fast jedes Bett gekämpft werden muss.» Maurer befürchtet, dass zusätzliche Plätze oder die geplanten Bundeszentren nur noch mehr Asylbewerber anlocken würden. Das «könnte natürlich wieder als Einladung angeschaut werden», sagt er in der Nachrichtensendung.

Und er hat vermutlich Recht. Seit Monaten dreht sich in der öffentlichen Wahrnehmung alles nur noch um die Erhöhung der Kapazitäten für die Unterbringung von noch mehr Asylbewerbern sowie um die schnellere Abwicklung von Asylgesuchen. Das sind natürlich gute Neuigkeiten für potenzielle Flüchtlinge, die meisten davon unechte, und deren Schlepper.

In der Schweiz bereits ansässige Asylbewerber haben Zeit. Viel Zeit. Sie lesen Zeitungen und schauen fern. Und sie haben Internet sowie Handies. Sie stehen in Dauerkontakt mit ihren noch im Heimatland wartenden Freunden und Verwandten. Je angenehmer und organisierter ihnen das Leben in der Schweiz gemacht wird, desto mehr Asylbewerber machen sich auf den Weg hierhin. Und es kommen gemäss Bundesamt für Flüchtlinge vor allem junge Männer, die weder an Leib und Leben gefährdet sind, noch arbeiten wollen. Sie wollen einfach ein besseres Leben.

Der Aufstand der aargauischen Gemeinde Bettwil gegen ein neues Flüchtlingszentrum oder der Widerstand im solothurnischen Laupersdorf sind untrügliche Zeichen dafür, dass die Stimmung im Volk langsam kippt. Aber nur im Volk. Die meisten Medien haben sich auf die Seite Simonetta Sommarugas gestellt und verstärken immer noch völlig unkritisch und ein bisschen devot das Lied der Hilflosigkeit aus Bundesbern ob dem Ansturm all der armen Menschen. Selbst die Kirche fängt an mitzumischen und will Asylsuchende unterbringen. In den Herkunftsländern hören sich diese Botschaften aus der Schweiz nach einem Schlaraffenland an, wo sich alles nur um die Sorge um all die jungen Männer aus Nordafrika dreht.

Der Widerstand in Bettwil oder Laupersdorf, die Worte von Ueli Maurer oder die täglichen Polizeimeldungen über massiv zunehmende Kriminalität durch Asylbewerber, sind Hilfeschreie. Diese werden von den Medien, linken Parteien und den Zuständigen bei Bund und Kantonen aber immer noch in eine ausländerfeindliche Ecke geschoben und übergangen. Man reagiert darauf mit noch mehr vermeintlicher "Menschlichkeit". Aber nicht mehr lange. Denn das Volk fängt an zu verstehen. Der Druck im Kochtopf steigt.

25.02.2012 | 3919 Aufrufe

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