Am Sonntag, 18. Mai 2014 entscheiden die Aargauer Stimmberechtigten über eine kantonale und vier eidgenössische Vorlagen. Auf kantonaler Ebene kommt die Volksinitiative "JA für Mundart im Kindergarten" zur Abstimmung. Der Regierungsrat empfiehlt diese Vorlage abzulehnen. Erste Resultate sind ab 12.00 Uhr auf www.ag.ch abrufbar.

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Abstimmungssonntag 18. Mai 2014: Kanton Aargau stimmt über die Mundartinitiative ab (Foto: Stephanie Bröge / pixelio.de)

Folgende kantonale Vorlage gelangt zur Abstimmung:

  • Aargauische Volksinitiative vom 31. Mai 2012 "JA für Mundart im Kindergarten"

Folgende eidgenössische Vorlagen gelangen zur Abstimmung:

  • Bundesbeschluss vom 19. September 2013 über die medizinische Grundversorgung (Direkter Gegenentwurf zur Volksinitiative "Ja zur Hausarztmedizin")
  • Volksinitiative vom 20. April 2011 "Pädophile sollen nicht mehr mit Kindern arbeiten dürfen"
  • Volksinitiative vom 23. Januar 2012 "Für den Schutz fairer Löhne (Mindestlohn-Initiative)"
  • Bundesgesetz vom 27. September 2013 über den Fonds zur Beschaffung des Kampfflugzeugs Gripen (Gripen-Fonds-Gesetz)

Auch am 18. Mai 2014 begleitet die Staatskanzlei die Abstimmung per SMS-Service und via Twitter. Die Dienste stehen kostenlos zur Verfügung. Unter www.ag.ch/sms können sich Interessierte für den SMS-Service anmelden. Die Twitterupdates mit den kantonalen Abstimmungsergebnissen finden sich unter www.twitter.com/kantonaargau.

Nein zum Mundartzwang

Die Mundart und das Hochdeutsch haben seit Jahren im Kindergarten ihren festen Platz. Besonders die Mundart ist zentraler Teil unserer Schweizer Werte und Traditionen, die es zu pflegen gilt. Um die Kinder auf den Übertritt in die Schule vorzubereiten und sie bereits in diesem Alter mit dem Hochdeutsch – unserer Schriftsprache – vertraut zu machen, sprechen die Kindergartenlehrpersonen heute während der Hälfe der Unterrichtszeit Hochdeutsch. Den Kindern hingegen ist es frei gestellt, in welcher Sprache sie sprechen. Es zeigt sich, dass sie unbeschwert und experimentierfreudig das Hochdeutsch ins Spielen einbauen und so allmählich mit der Unterrichtssprache an der Primarschule vertraut werden.

Neu wird ab dem Schuljahr 2014/15 noch mindestens rund ein Drittel der Zeit von den Kindergartenlehrpersonen Hochdeutsch gesprochen. Mit dieser Anpassung ist der Regierungsrat dem Anliegen der verstärkten Mundartförderung entgegengekommen. Ein guter Start im Kindergarten ist die Grundlage für den späteren Schulerfolg. Der Kindergarten hat den Auftrag, die Kinder ganzheitlich in ihrer Entwicklung zu fördern und die Voraussetzungen für das schulische Lernen zu schaffen. Die Förderung der Sprachfähigkeit ist eine zentrale Aufgabe des Kindergartens.

Die heutige Förderung von Mundart und Hochdeutsch im Kindergarten hat sich bewährt. Sie ist breit akzeptiert bei Lehrpersonen, Eltern und den Kindern. Ein Verbot des Hochdeutschs im Kindergarten, wie es die Initiative "JA für Mundart im Kindergarten" verlangt, ist falsch. Sie würde eine gute Vorbereitung auf den Schulübertritt in der Sprachfähigkeit verunmöglichen. Aus diesen Überlegungen empfiehlt der Regierungsrat die Initiative abzulehnen.

Bezirksrichterwahl in Baden

Im Bezirk Baden findet ein Urnengang für die Bezirksrichterwahl statt. Drei Kandidaturen liegen vor:

  • Robin Fricker, Baden (Grüne)
  • Jean-Pierre Leutwyler, Baden (parteilos)
  • Brigitte Weber, Baden (EDU)

Die Resultate der Bezirksrichterwahl werden am Sonntagnachmittag, 18. Mai 2014 auf www.ag.ch > Aktuell > Wahlen & Abstimmungen > Wahlen > Bezirks- und Kreisbehörden aufgeschaltet.

18.04.2014 | 1217 Aufrufe

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