Am 18. Mai 2014 stimmt der Aargauer Souverän über die Volksinitiative «JA für Mundart im Kindergarten» ab. Die Volksinitiative verlangt, dass das kantonale Schulgesetz so zu ändern ist, dass die Unterrichtssprache im Kindergarten grundsätzlich die Mundart ist.

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Foto: Erich Westendarp / pixelio.de

Die Umgangssprache in unserem Kanton ist das Schweizerdeutsche. Es ist deshalb wichtig, dass möglichst alle Kinder diese Sprache beherrschen. Unsere Mundart und unsere Dialekte gehören zu unserer Kultur und festigen unsere Identität. Eine zusätzliche Sprache – wie das Hochdeutsche – nährt im Kindergarten den Boden für sprachliche Verunsicherung und ist ein folgenschwerer Eingriff in unser Kulturerbe. Der pädagogische Nutzen des Kindergartenhochdeutsch ist deshalb mehr als fraglich. Kinder und Jugendliche haben Anspruch darauf, sich authentisch in unserer Muttersprache auszudrücken.

Am 15. Mai 2011 hat das Zürcher Stimmvolk einem identischen Volksbegehren mit einem JA-Anteil von 53.9 Prozent zugestimmt. Das gegründete Abstimmungskomitee sieht auch im Kanton Aargau – was die Mundart im Kindergarten betrifft – Handlungsbedarf. Anfangs April 2014 wird das Präsidium Abstimmungskomitee «JA für Mundart im Kindergarten» das Volksbegehren mit den wichtigsten Argumenten näher vorstellen.

Das Präsidium Abstimmungskomitee setzt sich wie folgt zusammen: Tonja Kaufmann, Präsidentin JSVP Aargau, Hausen; Christoph Riner, Grossrat, Zeihen; René Kunz, ehem. Grossrat, Reinach.

28.03.2014 | 1249 Aufrufe

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