In der letzten Juniwoche fand der letzte Teil der 9-tägigen Offiziersausbildung im Interkantonalen-Feuerwehr-Ausbildungszentrum (ifa) Balsthal statt. Am 29. Juni 2018 durften eine Kursteilnehmerin und 23 Kursteilnehmer ihr Diplom entgegen nehmen.

Daniel Kaspar, Medienverantwortlicher SKFV

Anlässlich einer Überprüfung der Inhalte, wurde der Offizierskurs 2018 während und nach dem Offizierskurs 2017, neu überarbeitet. Das Kurskonzept wurde wie folgt definiert: Das Modul A legte den Fokus auf den Bereich Ausbildung in der eigenen Feuerwehr, welches die Hauptaufgabe der neuen Offiziere sein wird. Themen wie Grundsätze in der Ausbildung, Methodik / Didaktik, Lernziele und Beurteilungskriterien definieren, Analysieren eines Ausbildungsauftrages und die Vorbereitung, Durchführung sowie Auswertung von Übungen und Lektionen waren Bestandteil des ersten Ausbildungsteil. Als Abschluss erfolgte eine Wissensüberprüfung in Form eines elektronischen Tests. Dieser Test und die persönliche, fachliche und rhetorische Qualifikation im Modul A war der Eintritt in den Teil B.

Der Teil B fokussierte sich auf die Arbeit als Einsatzleiter und hatte, unter anderen Themen, folgende Inhalte: Führungsspirale, Führungsrhythmus, Feststellen, Beurteilen, Entscheiden, Handeln und Kontrollieren bei einem Ereignis. Auch die Baukunde wurde thematisiert. Vor allem aber stand das Training an Objekten als Übungsleiter und Einsatzleiter auf dem Programm. In diesen Übungen wurden nicht nur Gebäudebrände beübt, sondern den Kursteilnehmern wurde auch das weite Spektrum der möglichen Einsätze aufgezeigt, welche sie in Zukunft zu bewältigen haben. Der Teil B wurde mit einem schriftlichen Test abgeschlossen.

Das letzte Modul, der Teil C, begann am Mittwoch, 27. Juni 2018. An den letzten drei Tagen ging es primär darum, den zukünftigen Offizieren noch zusätzliches Wissen zu vermitteln und im Bereich Einsatz die Einsatzstatistik näher zu bringen. Als Spezialwissen wurden noch Themen wie Löschwasserversorgung, der Weg des Wassers, die Berechnung des Löschwasserverbrauchs, Kapazität einer Wasserversorgung und die Rolle als Offizier im Schadendienst vermittelt. Zu guter Letzt war die wichtige Zusammenarbeit mit der Polizei auf dem Schadenplatz, vor allem mit der Brandermittlung ein Thema.

Pilotkurs

Der Kursstab wurde für diesen «Pilotkurs» so zusammengestellt, dass pro Klasse immer zwei Ausbilder zur Verfügung standen. Ebenso setzte sich der Kursstab wiederum aus erfahrenen und bestens ausgewiesenen Klassenlehrern zusammen. Bei seiner Rede bedankte sich der Feuerwehrinspektor, Markus Grenacher, beim gesamten Kursstab, welche immer wertvolle Zeit in der Vorbereitung, während eines Kurses und für die Nachbereitung aufwenden. Die Zielsetzungen in einer Kurszeit von neun Tagen zu erreichen braucht von allen Teilnehmern ein grosses Engagement und hohe Disziplin. Die Klassenlehrer haben mit ihrem Fachwissen, ihren klaren Linien und straffer Führung die Teilnehmer in den verschiedenen Lektionen und Ausbildungssequenzen an ihre zukünftigen Aufgaben herangeführt und ihnen immer wieder Beispiele aus der Praxis weitergegeben. Bevor der Absolventin und den Absolventen des Offizierskurses das Diplom überreicht wurde, teilte Markus Grenacher ihnen mit, dass die Ausbildung mit dem Abschluss des Kurses nicht abgeschlossen sei. Die Aus- und Weiterbildung gehe stetig weiter. Die neuen Offiziere sind angehalten, in ihrer zukünftigen Funktion ihre Aufgaben als Ausbilder, Einsatzleiter oder in einer anderen Offiziersfunktion auszuüben und anzuwenden.

Diplomübergabe

Die Diplome durften die Kursteilnehmer von Frau Regierungsrätin, Brigit Wyss entgegennehmen. Es sei ihr eine Ehre, der einen Absolventin und den 23 Absolventen im Namen des Regierungsrates und der Solothurnischen Gebäudeversicherung zu gratulieren, teilte sie den Anwesenden mit und ergänzt: «Alle Kursteilnehmer haben eine intensive und vielschichtige Ausbildung absolviert und einiges an Freizeit sowie Arbeitszeit geopfert. Mit dieser erfolgreich absolvierten Ausbildung übernehmen die neuen Offiziere mehr Verantwortung und sind eine wichtige Stütze in den Solothurner Feuerwehren mit der Absicht, auch grössere Herausforderungen meistern zu können.» Dies verdiene Respekt und aufrichtigen Dank. Ein grosser Dank wurde auch den Familien und Angehörigen ausgesprochen, welche die neuen Offiziere in ihren Aufgaben unterstützen und viel Verständnis aufbringen. Ebenso ein Dank wurde den Arbeitgebern überbracht. Diese seien bereit, auf die Arbeit ihrer Mitarbeitenden zu verzichten, während diese zahlreiche Kurs- und Einsatztage absolvieren. Dies kommt den Arbeitgebern natürlich auch als Mehrwert zurück. Sie haben einen ausgebildeten Feuerwehroffizier bzw. -offizierin als Mitarbeitende, der bzw. die bessere Führungsqualitäten ausweist und geübt ist, auch in Krisensituationen erfolgreich und proaktiv Verantwortung zu übernehmen.

Den Kurs Offizier / Einsatzleiter erfolgreich bestanden haben:

- Benedikt Fluri, FW Balsthal

- Beat Lüscher, BF SBB Olten

- Björn Dobler, FW Büsserach

- Micha Spörri, FW beider Gerlafingen

- Michael Schreier, Horriwil

- Marco Millonig, FW Mümliswil-Ramiswil

- Renato Belloni, BF Regional-Flugplatz Grenchen

- Daniela Muriset, FW Grenchen

- Mark Gasser, gemeinsame FW Günsberg

- Tobias Ziegler, FW Hochwald

- Dominik Ehmann, FW Neuendorf

- Florian Caluori, FW Wolfwil

- Reto Flückiger, FW Biberist

- Philipp Schenker, FW Däniken

- Michael Lanz, FW Derendingen

- Roman Cueni, FW Kleinlützel

- Philipp Flück, Regional FW äusseres Wasseramt

- Philip Lüdi, FW Walterswil

- Benjamin Pfister, BF Migros Neuendorf

- Christoph Aebi, FW Buchegg

- Ronny Dobler, FW Büsserach

- Remo Schürch, FW beider Gerlafingen

- Adrian Käppeli, FW Oensingen

- Swen Schärlig, FW Zuchwil

 

Foto: René Fröhlicher (zVg.)

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