Die Anzahl neu gegründeter Unternehmen in der Schweiz hat 2010 einen neuen Rekordstand erreicht. Es sind rund 12'600 neue Unternehmen entstanden; das sind 9,8 Prozent (+1125) mehr als im Vorjahr.

(bfs/pm)

Zahl der Neugründungen ist gestiegen. (Themenbild: Eva Maria Romann, pixelio.de)

Diese deutliche Zunahme betrifft die meisten Wirtschaftszweige, aber insbesondere das Baugewerbe (+14,6%). Obwohl der Anteil der ausschliesslich von Frauen gegründeten Unternehmen zugenommen hat (+9,4% gegenüber 2009), bleibt er relativ klein (17,9%). Soweit die wichtigsten Ergebnisse der Statistik der neu gegründeten Unternehmen 2010 des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Im Jahr 2010 wurden in der Schweiz 12'596 Unternehmen neu gegründet (es wurden nur «ex nihilo» entstandene Unternehmen berücksichtigt). Dieser höchste Wert seit 2001 fällt in ein von einer Erhöhung des BIP und der inländischen Endnachfrage sowie einer generellen Wertschöpfungssteigerung im sekundären und tertiären Sektors geprägtes wirtschaftliches Umfeld. Durch die neuen Unternehmen sind insgesamt 23'482 neue Stellen (+1689 im Vergleich zu 2009) entstanden, was durchschnittlich 1,9 Stellen pro neu gegründetem Unternehmen entspricht. Rund 97 Prozent der neu gegründeten Unternehmen gehören zur Kategorie der Mikrounternehmen (weniger als fünf Vollzeitäquivalente).

Neugründungen hauptsächlich im tertiären Sektor

Mehr als 80 Prozent der Unternehmensgründungen (10'557; 83,8%) und der neuen Stellen (19'150; 81,6%) sind im tertiären Sektor entstanden. Die Neugründungen in diesem Sektor haben zwischen 2009 und 2010 um 10 Prozent (+964) zugenommen und damit erstmals die Grenze von 10'000 Einheiten überschritten. Der sekundäre Sektor folgte diesem Trend und verzeichnete im Jahr 2010 ein Wachstum von 8,6 Prozent (+161) auf 2039 neue Unternehmen.

Höchste Zunahme der Unternehmensgründungen im Baugewerbe

Die meisten Neugründungen sind wie bereits 2009 in den Branchen «Freiberufliche und wissenschaftlichen Dienstleistungen» (2927; 23,2%), «Handel und Reparaturen» (2396; 19%) sowie «Baugewerbe» (1417; 11,2%) entstanden. Die grösste Zunahme im Vergleich zum Vorjahr Medienmitteilung BFS 2/9

03.07.2012 | 787 Aufrufe

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